Was ist eigentlich eine Judo-Safari?
Es war einer dieser schönen warmen Frühlingstage, als die Tiere der Judosafari zusammensaßen .... Die grüne Schlange schaut mir über die Schulter und zischt:"Hast Du schon mal eine Schlange sitzen sehen?!" .... na gut, sie waren zusammen und genossen das schöne Wetter.
Der braune Bär brummte:"Wieso nennen die Menschen das eigentlich Judo-SAFARI?"
"Was meinst Du damit?", fragte der blaue Adler, der sich ein wenig plusterte, um den warmen Wind unter die Federn zu lassen.
"Ich meine, Safari nennen die Menschen das doch, wenn sie in den Dschungel fahren, um Tiere abzuschießen..", brummte der Bär.
"An sich hast Du recht", fauchte der schwarze Panther, "früher war es auch so. Jetzt fahren die Menschen überall hin: in die Wüste, in die Steppe, in die Wälder, in den ewigen Schnee oder gehen unter Wasser, und sie "schießen" mit dem Fotoapparat."
Der rote Fuchs wunderte sich:"Und was hat das mit uns zu tun? Uns nennen die Menschen 'die Tiere der Judosafari'".
Die grüne Schlange zischte:"Auf einer Safari geht es um Trophäen; früher wurden Tiere erschossen und dann konnte sich der Jäger einen Kopf ins Wohnzimmer hängen. - Gott sei dank wollen die Menschen jetzt lieber Fotos von lebenden Tieren."
"Ich bin darüber auch froh, denn ich möchte meinen Kopf noch eine Weile behalten!", sagte das gelbe Känguru.
Jetzt brummte der Bär:"Das ist für mich auch erfreulich, aber was ist denn jetzt eine JUDO-Safari und was haben wir damit zu tun?"
"Bei der Judosafari zeigen junge Judoka in fünf verschieden Disziplinen, was sie können. Diese Disziplinen sind erstens: zu einem Thema mit uns zu malen, basteln oder schreiben, zweitens Medizinballweitwurf, drittens Weitsprung und viertens 100-Meterlauf. Und fünftens kämpfen sie gegeneinander. Dafür gibt es Punkte",fauchte der Panther, worauf der Fuchs unterbrach:"Du meinst doch sicher, sie machen ein Judo-Randori, oder?" - "Na, klar, und dabei geht es nach dem japanischen System."antwortete der Panther.
Der Fuchs fügte hinzu:"Dabei kämpfen zuerst die zwei leichtesten Judoka gegeneinander. Der Sieger darf auf der Matte bleiben und gegen den nächsten Gegner antreten. Hat ein Judoka fünf mal gewonnen, so hat er die höchste Punktzahl erreicht und verlässt dann auch die Matte. Die Verlierer wiederholen den Vorgang in einer Trostrunde, so dass jeder zwei Chancen hat, die Höchstpunkte zu erreichen."
Nun meldete sich die Schlange zu Wort:"Und diese Punktezahlen werden an den deutschen Judobund gemeldet, der dann daraufhin den Judoka Abzeichen verleiht, auf denen wir zu sehen sind?"
"Ja, genau", fauchte der Panther "und wie die Kyo-Grade durch Gürtelfarben dargestellt werden, sind unsere Farben in der Rangfolge abgestuft: Die Reihenfolge der Punktezahlen, in der die Abzeichen verliehen werden, ist folgende:
gelbes Känguru, roter Fuchs, grüne Schlange, blauer Adler, brauner Bär und schwarzer Panther."
Da maulte das Känguru, "heißt das jetzt, dass 'mein' Abzeichen am wenigsten wert ist?"
"Nein, das stimmt nicht, denn der Judoka, der dieses erreicht, ist meistens noch unerfahren und bekommt wahrscheinlich sein erstes Abzeichen überhaupt.
Denk doch mal daran, wie lange man trainieren muss, um den nächsten Kyo zu erreichen. Deshalb ist es auf alle Fälle immer ein Grund, stolz zu sein, ein Abzeichen zu erringen.", antwortete der Panther.
Der Adler fügte hinzu:"Vor allem ist es immer wieder schön zu sehen, wenn die Judoka sich im Geiste des Judosportes verhalten und sich gegenseitig helfen und anfeuern, so wie es in Haldern bei der Judosafari der Fall war."
"Ja, das stimmt schon, Ihr beiden, und gelb ist doch wirklich eine schöne Farbe." antwortete das Känguru und musste gähnen.
"So langsam wird es draußen dunkel und kühl; ich denke, ich werde mich langsam zu meinem Ruheplatz begeben.", zischte die Schlange.
Die Übrigen stimmten ihr zu:"Ja, da hast Du Recht. Es war heute ein langer, schöner Tag. - Gute Nacht!".
Damit begaben sie sich ins Haus, um sich für die Nacht fertig zu machen und sich alsbald schlafen zu legen.
Das Känguru murmelte beim Einschlafen:"Was machen wir eigentlich an Ostern?....".
Und dann war es eingeschlafen.
Burkhard Hochstraß, 03.04.2011 |